„Ein etwas untypischer Sozialdemokrat“

So titelt die aktuelle Hietzing-Ausgabe der Zeitung „Sprich!“ ihren Artikel über den stellvertretenden Bezirksvorsteher Hietzings, Matthias Friedrich.

Hier der Artikel: 

EIN ETWAS UNTYPISCHER SOZIALDEMOKRAT

Hietzing, das Dorf in der Stadt und oftmals als konservativ „verschrien“. Beim Spaziergang durch Alt-Hietzing erzählt der frischgebackene Vater, Bezirksvorsteherstellvertreter und Spitzendkandidat der SPÖ Hietzing, Matthias Friedrich, von seinen Visionen und Vorstellungen zur Zukunft Hietzings.

Fünf Schwerpunkte prägen die Arbeit des 37-Jährigen seit seinem Amtsantritt 2017.

  1. Ein Mobilitätskonzept für den Bezirk. Hietzing zu verwalten reicht nicht, es braucht klare Ansagen und Entscheidungen. Die Stadt in die Pflicht nehmen und selbst keine Vision zu haben, ist zu wenig. Als Beispiel nennt Friedrich die Kennedybrücke. Seit Jahrzehnten wird viel diskutiert, getan wenig. Heute ist der Verkehrsknotenpunkt in die Jahre gekommen. Deshalb hat Friedrich das Gespräch mit dem Bürgermeister gesucht und die Zusagen erhalte, dass dieser Punkt in den kommenden Verhandlungen eine Rolle spielen wird – unter Einbindung der Bevölkerung und der ExpertInnen der Stadt. Dass Friedrich ein eher unbequemer Politiker ist, zeigt sich beim Thema Engelstor. Gemeinsam mit Julia Herr wurde sogar eine Petition im Nationalrat eingebracht. „Hier geht es um Sicherheit für Familien und Menschen, die schlecht zu Fuß sind – hier muss gehandelt werden. Jetzt!“ Zu Themen wie ORF-Umbau, Westeinfahrt und -ausfahrt, Verbindungsbahn und Parkraumbewirtschaftung hofft er weiter auf sachliche und ergebnisorientierte Diskussionen mit allen Fraktionen.
  2. Mitbestimmung als Werkzeug der Kommunalpolitik. Für Friedrich ist klar, dass Politik mutig sein und auch Entscheidungen treffen muss. Gleichzeitig ist der Austausch mit der Bevölkerung unerlässlich, weshalb er für mehr Mitmachprozesse eintritt.
  3. Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Alle Parteien sprechen davon, echte Umsetzung erfolgt kaum. Es braucht jedoch einen Masterplan, anstatt Stückwerk zu kreieren. Sich abfeiern zu lassen für jeden einzelnen Baum, anstatt das große Ganze zu sehen, ist Friedrich zu wenig. Der Versiegelung von Flächen zu Profitzwecken Einzelner gilt es, Einhalt zu gebieten.
  4. Als Bezirk für alle Generationen möchte Friedrich Hietzing etablieren. Es braucht leistbaren Wohnraum, zusätzliche konsumfreie Räume, kulturelle Einrichtungen, zusätzliche Bildungseinrichtungen und ein Mehr an Miteinander. Vorstellbar für Friedrich ist zum Beispiel, dass der neue Gemeindebau am Montecuccoliplatz ein Generationenhaus wird. Dass Friedrich zur Stadt einen guten Draht hat, sieht man an der künftigen Umsetzung seiner Forderung, es brauche mehr Pflegeplätze. Stadtrat Hacker hat zugesagt, das KWP Trazerberg auszubauen.
  5. Versteckte Armut in Hietzing bekämpfen ist einer der Schwerpunkte Friedrichs. In Bezirken mit besonders hohem Durchschnittseinkommen wird Armut sehr oft versteckt. Gemeinsam mit der Volkshilfe will Friedrich hier auch in Zukunft Abhilfe schaffen. Darüber hinaus braucht es aber größere Maßnahmen als „Hilfszahlungen und Gutscheine“. Mehr KassenärztInnen, ein deutliches Mehr an Beratung und eben auch leistbaren Wohnraum.